Kampagnero-Treffen

Kampagnero-Treffen
Die (Post-)Karte der Menschlichkeit des LV Westfalen-Lippe - die Humanity Card übersetzt.

Premiere in Stuttgart: Zum ersten Mal hat eine Kampagnen-AG nach dem Kick-Off die Arbeit fortgesetzt. Die Kampagneros – Ehrenamtliche aus vielen Landesverbänden und das JRK-Hauptamt des Generalsekretariates – haben Anfang September die Pfeiler für die nächsten Kampagnen-Aktionen gesetzt. Und zumindest kurz auf das Supercamp zurückgeblickt.

„Als die Kiddies zu Graf Fidi auf die Bühne gestürmt sind, das war für mich wahrscheinlich der schönste JRK-Moment meiner Laufbahn“, schwärmt Erik Heeren. Erik blickt auf mehr als 20 Jahre im JRK Niedersachsen zurück – er muss es wissen. Ähnlich sahen das viele der Kampagneros, die sich im Landesverband Baden-Württemberg getroffen hatten, um ein bisschen nach hinten und intensiv nach vorne zu schauen.

Erik zum Beispiel berichtet, dass er erstmals eine Fahrt in ein ehemaliges Konzentrationslager plant, um den Blick für unmenschlichste Gräueltaten zu schärfen – AG-Mitglied Jessy aus dem Saarland hat das schon häufiger gemacht. „Das ist doch nichts Besonderes“, sagt sie. Für Erik ist ihre Idee aber ein großes Geschenk. Er findet: „Wir haben von LV zu LV unterschiedliche Auffassungen zu dem, was Menschlichkeit ist und wann was wichtig ist. Das ist eine große Stärke.“

Methodenkette, Menschlichkeit-Song und Humanity Card

Auf allen Gliederungsebenen ist schon was los rund um Menschlichkeit. Die ersten Methoden des Monats stehen auf der Homepage online. „Im November werden wir eine Methoden-Kette veröffentlichen“, kündigt Vicky Kohlbecher an, die in der AG für den Schwerpunkt Pädagogik zuständig ist. Der LV Hamburg unterdessen plant ein Video, im Saarland war die Kampagne schon Bestandteil des Landeswettbewerbs und eines Lehrgangs. Der bayerische OV Weilheim hat einen Song geschrieben, ein Video dazu gedreht und sich in einem Voting dem Online-Publikum gestellt. Und in Westfalen-Lippe ist vor wenigen Wochen die „Karte der Menschlichkeit“ an den Start gegangen.

Mit dieser Karte, der Humanity Card, hat sich auch die AG noch einmal intensiv auseinander gesetzt – Feinschliff am Design hauptsächlich. Sie wird golden sein, so groß wie eine Visitenkarte – und schon sehr bald zum Download auf der Kampagnen-Homepage bereitstehen. Und im Herbst plant die AG noch etwas, um die Humanity Card bekannter zu machen. Das ist aber bis Oktober noch geheim.

Das geht 2017 noch mit Menschlichkeit

Weniger geheim ist, dass die Lebendige Bibliothek nicht nur ein Riesenerfolg während des Supercamps war, sondern im Internet weiterlebt. „Wir werden die Klappentexte der Lebendigen Bücher auf unsere Homepage stellen und auch die Kontaktdaten. Dann kann jeder, der was zum Thema in seiner Gliederung machen möchte, direkt und über alle Verbandsgrenzen hinweg mit dem Experten/Der Expertin Kontakt aufnehmen“, sagt Kampagnen-Mitglied Sebastian Driemer. Er und zwei weitere JRK´ler*innen hatten sich über fast 80 Buch-Ausleihen und jede Menge Networking während des Supercamps gefreut. Sebastian hat sich zum Ziel gesetzt, noch vor Weihnachten die ersten Bücher in die Lebendige Online-Bibliothek hochzuladen.

Jenny Hanzlik und Daniel Illich haben Videos auf dem Schirm. „Für die nächste Mitmachaktion werden wir etwas drehen, was die JRK´ler*innen dann nachmachen können“, verrät AG-Mitglied Jenny. Soviel vorab: Es wird um Erklärvideos gehen, um Methoden und natürlich um Menschlichkeit.

Die Kampagneros beim Landesverband Baden-Württemberg.

Vom Ich zum Du

Im zweiten Kampagnen-Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem „Du“ aus dem „Vom Ich zum Du zum Wir“-Motto. Unterschiedliche Lebensentwürfe und Streitschlichtung, Partnerschaft und Liebe, Sprache und Toleranz sind mögliche Themen. Wie immer in der Mitmachkampagne gilt: Alles kann, nichts muss.

Ein Begleitheft zum „Du“-Jahr ist aber gesetzt – wie in diesem Jahr. „Wir möchten das Du-Buch gerne bis Ende Februar fertig haben“, sagt Mandy Merker, die für die JRK-Bundesleitung in der AG Kampagne mitwirkt. Die Jugendkonferenz vom 1. bis 3. Juni 2018 hat die Kampagnen-AG ebenfalls schon auf dem Schirm. Bis zu 200 Gruppenleiter*innen werden sich dann austauschen können zu „Was geht mit Menschlichkeit?“

Bei euch im Dorf geht was mit Menschlichkeit? In der Ortsgruppe? Im KV? Ihr gestaltet eine Gruppenstunde, fallt beim Wasserwacht-Fest mit einer super Aktion auf oder wollt den Politiker*innen in eurer Stadt zeigen, was mit Menschlichkeit geht? Oder habt das schon gemacht? Dann sagt Bescheid! Wir wollen´s wissen. Und allen verraten. Jede kleine Aktion zählt! Seid stolz darauf, was bei euch geht mit Menschlichkeit. Hier erreicht ihr uns.